26.02.2002

BILANZ 2001

Bildquelle: RIAA

Umsatzrückgang bei US-Musikindustrie

Die US-Musikindustrie hat im Jahr 2001 rund 968,58 Millionen Tonträger und damit um 10,3 Prozent weniger Einheiten verkauft als im Vorjahr.

Die Umsätze gingen dabei um 4,1 Prozent von 14,3 auf 13,7 Milliarden USD zurück.

Den Hauptgrund für diese Einbußen sieht die Recording Industry Association of America [RIAA] in Gratis-Downloads aus dem Internet und dem Kopieren von CDs.

Die weltweite Piraterie kostet die amerikanische Musikindustrie laut RIAA jährlich rund vier Milliarden USD.

23 Prozent kaufen keine CDs mehr

Es gebe keine einfache Erklärung für die Verschlechterung der Verkaufszahlen, räumte RIAA-Präsidentin Hilary Rosen ein. Die Konjunktur sei schwach gewesen, und die Terrorattacken vom 11. September hätten die Pläne für das vierte Quartal durchkreuzt, aber ein wesentlicher Faktor seien die Online-Piraterie und das Brennen von CDs gewesen.

"Wenn 23 Prozent der befragten Musikkonsumenten angeben, dass sie nicht mehr Musik kaufen, weil sie Musik aus dem Internet herunterladen oder gratis kopieren, können wir den Einfluss auf den Markt nicht ignorieren", so Rosen.

DVD mit 138 Prozent Steigerung

Mit einem Marktanteil von 91 Prozent [2000: 87 Prozent] ist die CD in den USA nach wie vor die unangefochtene Nummer eins unter den Tonträgern. Die Verkaufszahlen gingen dabei allerdings um 6,4 Prozent zurück, die Umsätze um 2,3 Prozent. Insgesamt wurden mit CDs im Jahr 2001 Umsätze in der Höhe von rund 12,9 Milliarden USD erzielt.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich das DVD-Musikvideo mit Umsätzen in der Höhe von 190 Millionen USD. Insgesamt 7,9 Millionen Einheiten konnten 2001 verkauft werden, was einer Steigerung um 138 Prozent entspricht.

Einen drastischen Rückgang gab es für die Musikkassette, deren Marktanteil um 40 Prozent zurückfiel.

LPs gingen immerhin noch 2,3 Millionen Mal über den Ladentisch ¿ eine leichte Steigerung um 3,7 Prozent gegenüber 2,2 Millionen Einheiten im Jahr 2000.