21.02.2002

SCHROTT

Bildquelle: orf on

Strahlenschutz für Handys wirkungslos

Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission [FTC] hat zwei Hersteller verklagt, die Geräte anbieten, mit denen Nutzer angeblich schädliche Handy-Funkwellen reduzieren können.

Die amerikanischen Firmen Stock Value 1 und Comstar Communications warben damit, dass ihre Geräte die Strahlungsbelastung durch Mobiltelefone um 97 bis 99 Prozent reduzieren.

"Es gibt keinerlei wissenschaftlichen Beweis, dass die Geräte diese Wirkung erzielen", sagte J. Howard Beales, Direktor des Verbraucherschutzbüros der FTC.

Belege, dass die Produkte "SafeTShield", "NoDanger" und "WaveShield" das Risiko von Hirntumoren senken würden, gäbe es nicht.

Ziel der Klage ist die Durchsetzung eines Verkaufsstopps und die Rückzahlung des Geldes an Nutzer, die bereits solche Geräte erworben haben.

Experte rät: "Weniger telefonieren"

Es sei sogar anzunehmen, dass die gesundheitlichen Risiken durch den Gebrauch dieser Strahlenschutzgeräte erhöht werden.

Schließlich blockieren die Geräte tatsächlich einen Teil der Strahlung, was jedoch dazu führt, dass die Mobiltelefone eine schlechtere Verbindung zum Mobilfunknetz bekämen.

Handys sind jedoch so gebaut, dass in diesem Fall automatisch die Sendeleistung erhöht wird und die Strahlenbelastung am Gerät sogar noch zunehme, erklärte die FTC.

Der wirkungsvollste Weg, die Strahlenbelastung zu reduzieren, sei das Telefonieren mit dem Handy, vor allem in Regionen mit schwachem Signal, zu reduzieren, so Beales.