18.02.2002

CANNES

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Westeuropa führt Handyboom an

Anlässlich der weltgrößten Handymesse, dem 3GSM World Congress, liegen nun aktuelle Zahlen zum Mobilfunkmarkt vor.

Im Jahr 2001 wurden demnach laut einer Studie des Marktforschers Ovum [Stand Jänner 2002] weltweit knapp 400 Millionen Handys verkauft. Heuer soll diese Zahl auf 512 Mio. steigen, 2006 sollen den Schätzungen von Ovum zufolge 900 Mio. Handys verkauft werden.

Westeuropa ist führend

Laut Ovum wurden am meisten Handys in Westeuropa [103 Mio. Stück] abgesetzt, gefolgt von der Region Asien-Pazifik [85 Mio. Stück] und Zentralasien [83 Mio.]. Dahinter finden sich weit abgeschlagen Nordamerika [rund 50 Mio.], Süd- und Zentraleuropa [33 Mio.], der Mittlere Osten und Afrika [27 Mio.] sowie Zentral- und Osteuropa [18 Mio.].

Die höchste Mobilfunkpenetration wird 2002 laut Ovum Westeuropa mit 75,5 Prozent haben, gefolgt von Nordamerika [45,6 Prozent], Asien-Pazifik [24,3 Prozent] und Süd- und Zentralamerika und der Karibik [17,2 Prozent]. In Österreich wird die Penetration laut Ovum-Schätzungen heuer auf 87,4 Prozent steigen. Die Alpenrepublik wird damit EU-weit an zweiter Stelle nach Luxemburg mit 89,5 Prozent liegen.

Den Zahlen von Credit Suisse First Boston zufolge erreichte der finnische Marktführer Nokia im vergangenen Jahr einen Weltmarktanteil von 35,6 Prozent, gefolgt von Motorola mit 16,6 Prozent und Siemens mit 7,7 Prozent.

3GSM World Congress in Cannes

Der 3GSM World Congress findet ab morgen im Palais de Festival in Cannes statt. Aussteller aus 99 Ländern präsentieren an mehr als 500 Messeständen.

Neben der dritten Mobilfunkgeneration UMTS, die dem Kongress mit "3GSM" den Namen gab, sind die mobile Datenübertragungs-Technologie GPRS [General Packet Radio System], die Geräteentwicklung, mobile Inhalte und Services, Kooperationen in der Telekom-Industrie und das Versenden von Nachrichten über das Handy [Messaging] die zentralen Themen des Kongresses, der noch bis Freitag dauert.