Arena gegen Premiere, erste Halbzeit
IPTV via Satellit und Kabel will der deutsche Bezahlsender Premiere auch mit seiner Internet-Lizenz betreiben. Rechteinhaber Arena geht offensiv in andere Kabelnetze.
Die deutsche Fußball-Bundesliga wird voraussichtlich nahezu flächendeckend live in deutschen Kabelnetzen zu empfangen sein. Eine Einigung zwischen dem Rechteinhaber Arena und Deutschlands größtem Kabelnetzbetreiber, der Kabel Deutschland [KDG], die 13 Bundesländer versorgt, steht angeblich kurz bevor.
Arena im Kabel
"Zwischen Arena und der KDG hat es bisher keinen Vertrag gegeben", sagte Arena-Geschäftsführer Christoph Bellmer am Montag auf dem Medienforum NRW. "Wir verhandeln mit guten Erfolgsaussichten."
Bis dato war die Einspeisung lediglich in Nordrhein-Westfalen und Hessen sicher. Kooperationen mit lokalen Netzbetreibern, etwa in Baden-Württemberg, sind noch offen. im Dezember hatte Arena überraschend den bisherigen Pay-TV-Rechteinhaber Premiere überboten.
Die Internet-Rechte liegen bei der Deutschen Telekom, die mittlerweile mit Premiere kooperiert.
Premiere-Chef Georg Kofler glaubt, er könne seinen Kunden künftig die deutsche Bundesliga im Internet über Satellit zeigen.
"In der Ausschreibung der Bundesliga-Rechte sind Übertragungen über das Internet-Protokoll via Satellit und Kabel sogar explizit vorgesehen."
(DPA)
