11.02.2002

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Bildquelle: vu

Vivendi mit kräftiger Umsatzsteigerung

Die größte europäische Mediengruppe Vivendi Universal hat das Geschäftsjahr 2002 mit einer kräftigen Umsatzsteigerung beendet. Der Umsatz erhöhte sich von 41,58 Milliarden Euro im Vorjahr auf 57,36 Milliarden Euro und übertraf somit auch die Analystenerwartungen.

Den Löwenanteil steuerte Vivendi Universal Media bei, hieß es heute bei der Präsentation der vorläufigen Geschäftszahlen.

Für das Jahr 2002 rechnet der Konzern mit einer weiteren zehnprozentigen Umsatzsteigerung. "Die Geschäftsergebnisse für 2001 stimmen uns zuversichtlich, dass wir auch 2002 unsere Wachstumsziele erreichen können", so Vivendi-Chef Jean-Marie Messier.

Wachstum online

Um 36 Prozent konnte auch das Internet-Geschäft zulegen, das mit 184 Millionen Euro aber einen relativ geringen Beitrag zum Gesamtumsatz beitrug. Lediglich die Musikumsätze gingen um ein Prozent zurück.

Auch die Film- und Fernsehsparte von Vivendi, die unter anderem die Universal Studios und Europas größte Pay-TV-Gesellschaft Canal Plus enthält, legte um acht Prozent auf 9,5 Milliarden Euro zu.

Vivendi Telecom mit dem Flaggschiff Cegetel, Frankreichs zweitgrößtem Telefonunternehmen, konnte den Umsatz um 24 Prozent auf 7,98 Milliarden Euro erhöhen.

Vivendi hat sich von einem französischen Wasserversorger zur weltweit zweitgrößten Mediengruppe entwickelt. Unter der Führung von Messier gab der Konzern binnen 18 Monaten über 50 Milliarden Euro für Akquisitionen aus. Erst im Dezember hatte Vivendi Universal um 11,8 Milliarden Euro den Entertainment-Bereich von USA Networks gekauft. Diese Akquisitionspolitik hatte allerdings auch ihren Preis. Vivendi sitzt derzeit auf einem Schuldenberg von fast 20 Milliarden Euro. Messier hat erst vor kurzem angekündigt, dass der Abbau der Schulden die oberste Priorität für das erste Halbjahr 2002 darstellt.