Intershop räumt im Vorstand auf
Das angeschlagene Softwareunternehmen Intershop aus Jena hat nach enttäuschenden Umsätzen Konsequenzen gezogen und sich von Vorstandsmitglied Wilfried Beeck getrennt.
Intershop steckt in den roten Zahlen und hatte ein moderates Umsatzwachstum im vierten Quartal angepeilt. "Das ist nicht eingetreten", erläutert Intershop-Sprecher Heiner Schaumann. Vorstandschef Stephan Schambach ist nun wieder für das operative Geschäft verantwortlich.
Der ehemalige Europa-Präsident, Michael Tsifidaris, scheidet ebenfalls aus. Dagegen kehrt Bernhard Marbach als Vertriebschef Europa wieder zurück.
Finstere Aussichten für IntershopAufräumen
"Schambach räumt auf", kommentierte ein Fachmann den Wirbel in der Vorstandsetage. Der Intershop-Gründer steht an der Spitze des neuen Management-Teams.
Vor knapp einem Jahr sollte eine Neuordnung an der Spitze schon einmal den Weg aus der Krise weisen. Schambach übergab die Verantwortung für den operativen Bereich an Mitbegründer und Finanzvorstand Beeck.
Schambach wollte sich stärker um die Strategie des einstigen Börsenstars am Neuen Markt kümmern. "Man darf hier keine Wunder erwarten", sagte Beeck damals. Nun berichten die einzelnen Geschäftsbereiche direkt an Schambach.
Der Hersteller von Software für den Internet-Einkauf will sich weiter auf Europa konzentrieren. "Im Europa-Geschäft müssen wir Stärke zeigen", sagte Schaumann. Nach dem Einbruch im US-Markt im Jahr 2000 war das die Strategie, um den europäischen Markt zu halten und auszubauen. "Es ist uns gelungen, noch stärker zu werden", sagte der Sprecher.
