Marktanteile im Fest- und Mobilnetz
Weiterhin starke Konkurrenz für den Marktführer sieht der oberste Telekom-Regulator Heinrich Otruba im Festnetzbereich. Hier rechnet Otruba auch heuer noch mit weiteren Marktanteilsverlusten für die Telekom Austria.
Gleichzeit betonte er, dass sich die Marktanteile im Festnetz allmählich "einpendeln".
Derzeit werden laut Regulator etwa noch 50 Prozent aller internationalen und 54 Prozent aller nationalen Festnetzgespräche über die Telekom Austria geführt. "Bei den Ortsgesprächen liegt der Marktanteil des Marktführers aber noch deutlich darüber", so Otruba.
Otruba ist Geschäftsführer der neuen Telekom-Regulierungsbehörde RTR [Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH]. Otrubas Vertrag läuft noch bis 31. Oktober dieses Jahres. Diese Zeit will Otruba auf jeden Fall "ausdienen". Wenn Verkehrsministerin Monika Forstinger [FPÖ] seinen Vertrag dann verlängern sollte, werde er "gerne weitermachen". Noch einmal bewerben, sollte der Posten neu ausgeschrieben werden, will sich Otruba aber nicht.
RTRBewegung auf dem Mobilmarkt
Im Mobilfunk geht der Regulator davon aus, dass es heuer noch eine "gewisse Angleichung der Marktanteile" geben wird. Wie sich die Kundenzahlen des vierten Mobilfunkbetreibers tele.ring entwickeln würden, sei aber angesichts der erreichten Sättigung auf dem Markt noch fraglich.
Durch die Einführung von UMTS sollte mit Hutchison 3G bis Ende des Jahres noch ein Mobilfunkanbieter auf dem heimischen Markt einsteigen.
Ob auch die Telefonica-Tochter 3G Mobile - der zweite österreichische Anbieter, der bisher noch nicht aktiv ist, aber eine UMTS-Lizenz erworben hat - bis Jahresende seine ersten Dienste anbieten wird, ist für Otruba noch offen.
Kommenden Montag soll die Telekom Control Kommission [TKK] über die Auslegung der Konzessionsbestimmungen für UMTS entscheiden. Die Auflagen sehen vor, dass der jeweilige Lizenzinhaber mit "einem selbst betriebenen UMTS-Netz" 25 Prozent des Bundesgebietes bis Ende 2003 und 50 Prozent bis Ende 2005 mit einem "selbst betriebenen Netz" abdecken muss. Einige Betreiber wollen dieses Ziel nun durch die gemeinsame Benutzung von Sendestationen mit anderen Anbietern - so genanntes Netsharing - erreichen. Otruba lehnt das ab.
