23.01.2002

HELP 4 GOMA

Bildquelle: APA

Kommunikation im Katastrophengebiet

"Das Assessment-Team des IKRK sondiert gerade vor Ort", sagt Karl Dopler von der "Emergency Response Unit" [ERU] Telecom des Roten Kreuzes Österreich, "wir warten auf den Marschbefehl." Noch nicht klar sei, so Dopler weiter zur FuZo, wer diesen Befehl wirklich kriegt.

Neben den Österreichern warten die übrigen drei ERUs Telecom [Deutschland, Japan und Spanien] des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz [IKRK] auf einen möglichen Einsatz im Katastrophengebiet von Goma.

Aufgabe wird sein, die Kommunikationslinien an Ort und Stelle und nach Genf und Wien aufrechtzuerhalten. Zu diesem Zweck haben die Österreicher eine ganz Reihe verschiedenster Technologien im Gepäck.

Satellit und VHF

Aus Kostengründen wird Satellitentelefonie und Datenfunk via Inmarsat nur als Backup benützt werden.

Zur Kommunikation im Kongo sind zwei mobile Codan-Einheiten [9350] vorgesehen, aber auch Funkgeräte im VHF-Bereich.

Zehn Handsets und vier mobile Einheiten von Motorola [GP 340 bzw. GM 300] seien im Standardpaket enthalten, sagt Dopler, mehr könnte man jederzeit aus Genf anfordern ¿ wenn die Sicherheit der Anlagen gegeben sei.

TCP/IP und die Vielseitigkeit

Dazu kommt natürlich noch Equipment, um ein TCP/IP-Netzwerk von zehn Maschinen aufzubauen, das dann an Kurzwellengeräte oder Inmarsat-Equipment andockt.

Freiwillige habe man einerseits genug, sagt Dopler, anderseits fehlten sie. So gebe es genügend Netzwerker, aber nur ganz wenige Techniker hätten das gesamte notwendige Spektrum drauf.

Die "Telecom Emergency Response Unit" aus Österreich hat bereits eine Reihe von Auslandseinsätzen im Kaukasus, Indien und Albanien hinter sich.