AOL mit Linux gegen Microsoft
Der weltgrößte Medienkonzern AOL Time Warner verhandelt nach Informationen der "Washington Post" über den Kauf von Red Hat, dem führenden Distributor des Betriebssystems Linux.
Noch sei allerdings völlig unklar, wie viel AOL für Red Hat bezahlen wolle, berichtete die Zeitung am Wochenende unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise.
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Sprecher der Unternehmen seien zu keiner Stellungnahme bereit
gewesen, berichtete das Blatt weiter.
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Dem Blatt zufolge will AOL mit Hilfe des Erwerbs von Red Hat eine alternatives Software-Angebot entwickeln, um vom Konkurrenten Microsoft Marktanteile zu gewinnen. Mit dem Windows-Betriebssystem laufen weltweit rund 90 Prozent aller PCs.
Während Linux als Betriebssystem für Server sehr gefragt ist, hat es sich am Desktop, als beim durchschnittlichen Home-User, noch nicht durchgesetzt. Wenn AOL seine Browser-, Mail- und Messaging-Software auf Linux portiert und sie zusammen mit dem Betriebssystem anbietet, könnte dies einen entscheidenden Schritt für Linux bedeuten.
Bis dato gibt es AOL-Software nur für Windows. AOL hat als weltgrößter ISP mit 33 Millionen Kunden.
AOL mit mehr als 33 Millionen MitgliedernDistributor mit Verlusten
Red Hat hat im letzten Quartal einen Verlust von 15 Mio. USD eingefahren, nach einem Minus von 55,3 Millionen ein Jahr zuvor. Das Unternehmen hat 600 Mitarbeiter und wurde 1994 gegründet.
