EM.TV will schwarze Zahlen schreiben
Der schwer angeschlagene Medienkonzern EM.TV soll nach Worten seines neuen Chefs Werner Klatten 2003 in mindestens einem Quartal schwarze Zahlen schreiben.
Dies solle unabhängig davon erreicht werden, ob der Muppet-Show-Produzent Jim Henson Company und die Beteiligung an der Formel 1 zu einem guten Preis verkauft werden können, sagte Klatten der "Süddeutschen Zeitung". Er bekräftigte zugleich ausdrücklich die Verkaufspläne.
"Die Formel 1 ist ein paar Nummern zu groß für uns", sagte Klatten. Derzeit werde mit der KirchGruppe noch weiter über den Kaufpreis verhandelt. EM.TV solle als Gegenleistung Firmen oder Beteiligungen erhalten, da die KirchGruppe "derzeit nicht gerade geschlagen mit Liquidität" sei.
EM.TVKirch hatte EM.TV bereits für einen Finanzspritze in Milliardenhöhe einen Anteil an der Formel 1 abgekauft. "Wenn Kirch Ende 2000 nicht EM.TV geholfen und Formel 1- Anteile gekauft hätte, wäre der Laden pleite gegangen", betonte Klatten den Ernst der damaligen Lage.
Auch die vor zwei Jahren für rund 665 Millionen Euro gekaufte Jim Henson Company stehe unwiderruflich zum Verkauf. "EM.TV hätte sofort mit Henson fusioniert werden können. Diese Option gibt es nicht mehr: Ich will bei Henson raus", sagte Klatten.
