Wieder Dividende bei Deutscher Telekom
Der Finanzchef der Deutschen Telekom, Karl-Gerhard Eick, hat einem Zeitungsbericht zufolge für die unveränderte Ausschüttung einer Dividende plädiert und Medienberichte über eine angeblich angespannte Finanzlage zurückgewiesen.
Eick sagte in einem heute als Bericht veröffentlichten Interview des "Handelsblattes", er glaube, dass ein Unternehmen eine Dividendenkürzung nur dann diskutieren sollte, wenn es langfristig mehr ausgibt als die freien Finanzmittel.
No problems
Berichte über eine angeblich schwierige Finanzlage des
Unternehmens wies Eick zurück, da seinen Angaben zufolge keine
unvorhergesehenen und damit unfinanzierbaren Ausgaben anstünden.
"Das ist bei uns nun wirklich nicht der Fall", wurde der Finanzchef
in dem Bericht weiter zitiert.
Deutsche TelekomAuch Scheitern des Kabelnetz-Verkaufs kein Desaster
Ende vergangener Woche hatte es in einem Zeitungsbericht geheißen, die dem Unternehmen im Verlauf des vergangenen Jahres zugeflossen Kapitalbestände reichten zur Ausgabendeckung [so genannter freier Cash-Flow] nicht aus.
Auch im kommenden Jahr sollen danach die Kapitalzuflüsse niedriger als die Ausgaben sein.
Auch bei einem Scheitern des geplanten Verkaufs eines Großteils des TV-Kabelnetzes für rund 5,5 Milliarden Euro und einer weiteren Verschiebung des angestrebten Börsengangs der Mobilfunktochter T-Mobile mit einem geplanten Emissionserlös von rund zehn Milliarden Euro sieht Eick keine Schwierigkeiten bei der Finanzsituation des Konzerns.
"Dann würden wir unser Schuldenziel von 50 Milliarden Euro [zum Jahresende 2002] voraussichtlich erst Ende 2003 erreichen", sagte der Telekom-Finanzvorstand.
Die Aktien des Bonner Konzerns gaben am Montagvormittag um 1,59 Prozent auf 17,94 Euro nach. Der Dax lag mit 1,33 Prozent im Minus.
