Bluetooth setzt sich [langsam] durch
Bluetooth, eine Technologie zur drahtlosen Übertragung von Daten über kurze Distanzen, beginnt eine kritische Masse zu erreichen.
Die Hersteller haben bereits alle ein Produkt auf dem Markt und sind dabei, eine Reihe von neuen Geräten auf den Markt zu bringen, so der einhellige Tenor auf der "Bluetooth Developers Conference" in San Francisco.
"Was auffällt, ist, dass die Hersteller von einem konservativen, vorsichtigen hin zu einem expansiven, allumfassenden Ansatz übergegangen sind", meint etwa Stan Bruederle, Analyst bei Dataquest.
Probleme beim Produkt-Roll-out
Freilich ist das nicht das erste Mal, dass Bluetooth "endlich"
den Markt überrollen soll. Viele Marktbeobachter haben für heuer mit
dem Beginn der Massenproduktion gerechnet, die Nachfrage nach
Wireless LAN und Probleme mit Produkt-Roll-outs haben die Adaption
von Bluetooth allerdings verzögert.
Bluetooth Developers ConferenceWireless LAN versus Bluetooth
Viele Analysten sind der Meinung, Wireless LAN und Bluetooth könnten nebeneinander existieren, andere geben Bluetooth eben wegen Wireless LAN keine Zukunftschancen.
Bluetooth erlaubt es, Daten zwischen entsprechend ausgerüsteten Geräten drahtlos zu übertragen. Das können Handys, Laptops, Drucker und Digitalkameras sein.
186 Millionen Mal Bluetooth im Jahr 2003
Heuer sollen laut Dataquest rund vier Millionen Bluetooth-Chipsets, also die Herzstücke der Technologie, ausgeliefert werden. Bereits nächstes Jahr sollen aber neun Mal so viele, nämlich 36 Millionen Stück auf den Markt geworfen werden. Für das Jahr 2003 werden 186 Millionen ausgelieferte Chipsets erwartet.
Eine andere Studie von Cahners In-Stat nimmt für heuer sogar 13 Millionen ausgelieferte Chipsets an. Diese Prognose erscheint recht optimistisch, doch auch Dataquest-Analyst Bruederle meint: "Der Grund für den positiven Ausblick liegt darin, dass die Hersteller heuer tatsächlich Produkte auf dem Markt beziehungsweise in der Pipeline haben. Das war letztes Jahr noch nicht der Fall."
Große Notebook-Hersteller wie IBM und Toshiba haben bereits Bluetooth-fähige Laptops vorgestellt.
Selbst Microsoft, das Bluetooth im aktuellen Windows XP nicht unterstützen wollte, hat bis spätestens Sommer Bluetooth-Unterstützung versprochen.
