Biometrie zieht ins Auto

Cebit
13.03.2006

Der japanische Technologiekonzern Hitachi setzt auf Venenscan statt Autoschlüssel und mehr Unterhaltung für die Beifahrer.

Der Autoschlüssel könnte nach Ansicht von Hitachi schon in absehbarer Zukunft durch biometrische Zugangssicherung ersetzt werden.

Statt auf den Fingerabdruck setzt das Unternehmen dabei auf das Muster der Venen im Finger, das mit Infrarot-Sensoren erkannt wird, sagte Hitachi-Chefstratege Mitsuo Yamaguchi auf der deutschen IT-Messe CeBIT.

"Wenn der Finger sehr trocken oder verletzt ist, können Fingerabdrücke nur sehr schwer erkannt werden." Mit Hilfe des Venenmusters sei dagegen immer eine zuverlässige Identifikation möglich. In Japan setzen Großbanken wie Mizuho und Sumitomo Mitsui die Technologie bereits in Geldautomaten ein.

Mehr Unterhaltung

Generell werde auch die Unterhaltungselektronik verstärkt ins Auto ziehen.

So produziert Hitachi austauschbare Festplatten, auf denen sich Filme abspeichern lassen. "Die kann sich dann der Beifahrer auf dem Navigationssystem ansehen", sagte Yamaguchi.

Die auf elektronischen Autokomponenten vorinstallierte Software werde zunehmend miteinander verbunden. Eines Tages werde es auch ein einheitliches Betriebssystem für Autos geben.

Videogames am Beifahrersitz

Spielekonsolen wurden bis dato in Autos immer nur nachgerüstet, Nissan baut die Konsole gleich vom Start weg ein.

(futurezone | dpa)