SEC untersucht IBM-Quartalsbericht

formell
13.01.2006

Börsenaufsicht vermutet Verschleierung

Die US-Börsenaufsicht SEC hat bei dem Computerkonzern IBM eine formelle Untersuchung des Geschäftsberichts vom ersten Quartal 2005 und den Verbuchungen für Aktienoptionen eingeleitet.

IBM hatte mit den am 14. April vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal die Gewinnewartungen der Analysten um fünf Cent je Aktie verfehlt.

IBM hatte vor Veröffentlichung des Berichts angekündigt, Aktienoptionen für seine Mitarbeiter künftig als Ausgaben verbuchen zu wollen. Unter Analysten hatte es damals geheißen, diese Mitteilung habe anfänglich verschleiert, in welchem Ausmaß die Ergebnisziele tatsächlich verfehlt wurden.

Die Untersuchung folgt einer informellen Untersuchung vom Juni. Der Konzern erklärte, er werde mit der SEC kooperieren. Die IBM-Aktien verloren am Donnerstag nach Bekanntwerden des Vorgangs nachbörslich 1,3 Prozent.

(Futurezone/APA/Reuters)