14.02.2001

BERICHT 2000

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Internet-Ombudsmann kritisiert Aon & Chello

Dem österreichischen Internet-Ombudsmann sind die heimischen Provider der größte Dorn im Auge.

34 Prozent der gesamten Beschwerden richteten sich im Jahr 2000 gegen Internet-Anbieter. Die meisten dieser Beschwerden hätten jedoch den beiden größten Providern A-Online [Telekom Austria] und Chello [UPC Telekabel] gegolten, sagte Internet-Ombudsmann Jürgen Gangoly bei der Präsentation des Jahresberichts 2000.

Der Internet-Ombudsmann ist eine gemeinsame Einrichtung des ÖIAT [Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation] und des Vereins für Konsumenteninformation [VKI].

Gutschrift für Chello-Kunden

Vergangenes Jahr habe die Beschwerdestelle aber bereits einen ersten Erfolg erzielt und bei Chello eine Gutschrift für alle geschädigten Kunden erreicht, so Gangoly.

Überraschend wenige Beschwerden gab es hingegen mit nur 3,6 Prozent in einer blühenden Branche des E-Commerce, dem Bücher- und CD-Handel, gefolgt von Dienstleistungen [4,7 Prozent], Elektronik [6,0 Prozent] und Software- und Computerhandel mit 7,4 Prozent aller Reklamationen.

Kernpunkte der Kritik waren hier vor allem schlechte Lieferzeiten [33,9 Prozent], Produktmängel [23,5 Prozent], Probleme mit der Kreditkartenabrechnung [12,8 Prozent] oder unerwartete Zusatzkosten [12,3 Prozent].

Kleiner Prozentsatz an Betrügern

Die restlichen 7,2 Prozent seien im Wesentlichen Fälle gewesen, bei denen von vornherein Betrugsabsicht vorlag, berichtet der Ombudsmann.