EBay stoppt Versteigerung Islands

entfernt
11.10.2008

Bis zu zwölf Millionen Euro geboten

Die Online-Auktionsplattform eBay hat in der Nacht auf Samstag die Versteigerung Islands gestoppt. Ein Brite hatte das vom Staatsbankrott bedrohte Land zuvor auf dem britischen eBay-Ableger zum Verkauf angeboten.

Eröffnet wurde die Auktion am Dienstag, das Mindestgebot lag bei 99 Pence [1,25 Euro]. Bis Freitagnachmittag gingen 84 Gebote ein. Bis zu zehn Millionen Pfund [12,59 Millionen Euro] boten die Auktionsteilnehmer für den wirtschaftlich angeschlagenen Inselstaat. Am Samstag hieß es auf eBay.co.uk: "This listing has been removed."

In der Produktbeschreibung hieß es zuvor: Das Land im Nordatlantik biete dem Käufer "eine bewohnbare Umwelt, isländische Pferde und eine etwas heikle finanzielle Situation". Die Auktion hätte noch bis 17. Oktober laufen sollen. Eine Begründung für den Stopp der Auktion nannte eBay bislang nicht.

Im vergangenen Jahr stoppte die Online-Auktionsplattform die Versteigerung Belgiens. Damals meinte ein eBay-Sprecher, auf der Website könnten keine "unrealistischen oder virtuellen Dinge" versteigert werden.

Am Rand des Staatsbankrotts

Durch die internationale Bankenkrise wurde Island an den Rand des Staatsbankrottes geführt. Mittlerweile wurden die drei größten Banken des Landes verstaatlicht. Den Inselstaat trifft die Finanzkrise wegen der expansiven Kreditpolitik seiner führenden Banken besonders hart.

(futurezone | AFP)