07.08.2005

DEUTSCHLAND

Postbank führt neues TAN-System ein

Die Deutsche Postbank führt ein bereits angekündigtes neues TAN-System [Transaktionsnummer] gegen den Datenklau durch Phishing ein. Von Montag an können die Kunden "indizierte Transaktionsnummern" [iTAN] nutzen.

Bei einer Online-Überweisung gibt das System vor, welche TAN aus der Liste benutzt werden muss. Nur diese aktiviert dann die Transaktion. Betrüger versuchen immer wieder, Kunden durch vorgetäuschte Bank-E-Mails eine TAN zu entlocken, um mit deren Hilfe dann das Konto zu plündern. Das neue Verfahren soll das fast unmöglich machen.

In Österreich waird dasselbe System seit gut einem Monat im Sparkassensektor und bei der Erste Bank bereits seit gut einem Monat eingesetzt.

Phishing-Gefahr sinkt auf ein Prozent

Bisher bekamen Postbank-Kunden Listen mit 100 Nummern, aus denen sie frei wählen konnten. In Zukunft werden sie bei einer Transaktion aufgefordert, eine bestimmt TAN aus der Liste zu nutzen.

Die Gefahr, dass ein Phisher eine erbeutete TAN einsetzen kann, sinkt damit auf ein Prozent. Bisher hat nach Aussage der Postbank noch keiner ihrer Kunden Phishing-Schäden erlitten.