Konsortien bieten gemeinsam für Galileo
Zusammen haben sie ein entsprechendes Angebot bei der EU vorgelegt.
Das vom deutsch-französischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS geführte iNavSat-Konsortium und Eurely teilten mit, das gemeinsame Angebot sei eine Reaktion darauf, dass sich das EU-Galileo-Unternehmen nicht für einen der beiden Anbieter entscheiden könne.
Das EU-Unternehmen Galileo Joint Undertaking [GJU], das die Angebote prüft, hatte den beiden Bietern kürzlich eine Absprache über ein gemeinsames Angebot zugestanden. Es will seine Entscheidung über Verhandlungen über ein solches Gebot am 27. Juni mitteilen.
Der deutsche Verkehrsminister Manfred Stolpe hatte zuletzt ein gemeinsames Angebot abgelehnt.
Galileo ist die europäische Antwort auf das US-System GPS. Im Gegensatz zu GPS soll Galileo zivil und nicht militärisch betrieben werden und zahlreiche, auch kostenpflichtige Anwendungen erlauben.
Neuer Streit über Sat-Navigation Galileo
Mehr Beteiligung für Deutschland
Stolpe hatte zudem mit einem Scheitern des Milliardenprojektes gedroht, falls die deutsche Industrie nicht ausreichend berücksichtigt werde.
Der Auftrag für Betrieb und Aufbau von Galileo hat ein Volumen von mehr als zwei Milliarden Euro. Auf dem Spiel stehen nach Einschätzung der EU und beteiligter Unternehmen mehrere tausend hoch qualifizierte Arbeitsplätze und Milliardeninvestitionen.
Die beiden Konsortien erklärten, ein gemeinsames Angebot sei der beste Weg, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen.
Interesse an einer Mitarbeit hat inzwischen auch die Deutsche Telekom-Tochter T-Systems geäußert. Stolpe hatte erklärt, die Telekom, aber auch andere deutsche Hochtechnologieunternehmen kämen für eine Mitarbeit in Frage.
