13.10.2004

NOVELL

Patente sollen Open Source schützen

Der Netzwerkausrüster Novell, der seit der SuSE- sowie Ximian-Übernahme ganz im Zeichen von Linux steht, will seine Open-Source-Produkte und den Linux-Kernel wenn notwendig mit seinem Patent-Portfolio gegen rechtliche Attacken schützen.

"Open Source stellt eine Bedrohung für die fest verwurzelten Interessen derer dar, die mit vagen Vorwürfen behaupten, Open Source berge Risiken, fremdes geistiges Eigentum zu verletzen", so Novell-CEO Jack Messman.

Novell bringe daher sein Patent-Portfolio in Verteidigungsstellung, um Kunden in gleichem Maße Rechtssicherheit bei seinen Open-Source- wie auch proprietären Produkten zu garantieren.

Patente in vielen Bereichen

Novell fordert auch andere Firmen auf, ebenfalls ihre Patente gegen etwaige Klagen einzusetzen.

Die Verteidigungsstrategie baut dabei darauf auf, einen etwaigen Patentanspruch als ungültig abzuweisen, da dieses "prior art" derselben Erfindung sei oder da es in der Open-Source-Software gar nicht zum Einsatz komme. Oder man würde eine Ersatz-Software schreiben, die das Patent umgeht, oder sofort eine Gegenattacke starten, wenn der Kläger selbst ein Novell-Patent verletzt.

Novell deckt mit seinen Patenten viele Technologie-Bereiche wie Betriebssystem, Textverarbeitung, Datenbanken und mehr ab.