Kodak USA auf digitaler Aufholjagd
Kodak scheint sich nach einem langsamen Start nun auch der digitalen Fotowelt etablieren zu können.
In seinem Heimatmarkt USA hat der Hersteller im ersten Halbjahr 2004 1,47 Millionen Digicams ausgeliefert, das sind 80 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut Marktforscher IDC stieg der Marktanteil damit von 15,3 auf 18,3 Prozent.
Marktführer Sony lieferte 1,73 Millionen Kameras aus, 48 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, rutschte aber von 21,9 auf 21,5 Prozent Marktanteil.
Auf dem dritten Platz liegt Canon mit einem Anteil von 14,7 Prozent und verdrängte damit Hersteller Olympus, der auf 11,8 Prozent zurückfiel.
Auf den weiteren Plätzen folgen laut IDC Fuji mit 8,7, Hewlett-Packard mit sieben und Nikon mit 5,7 Prozent Marktanteil.
Kodak hofft auf Digicams und Fotohandys
Verstärkte Diversifizierung
Mit dem Einstieg in den digitalen Fotomarkt reagierte Kodak zwangsläufig auf den rückläufigen traditionellen analogen Fotomarkt.
Im Zuge der geplanten Diversifizierung setzt Kodak auch in Österreich stärker auf die zunehmende Verbreitung von Fotohandys und Digitalkameras sowie auf Medizintechnik und Direct Mailings.
Für heuer erwartet Kodak laut KÖsterreich-Geschäftsführer Christian Wimmer einen "Umsatz auf Vorjahresniveau" oder "leicht darunter".
Die zu erwartenden weiteren Rückgänge im traditionellen Fotomarkt und bei Filmen um 13 Prozent werde man aber teilweise durch den verstärkten Absatz von Digitalkameras kompensieren können, hofft Wimmer: "Wir werden heuer 30.000 bis 40.000 Digicams in Österreich absetzen".
