12.07.2004

DVD

UK-Filmindustrie mit harten Slogans

Die Filmindustrie macht in Großbritannien zum ersten Mal einen gemeinsamen Schritt, um Film-Fans von den Folgen des Kaufs illegaler DVDs zu informieren.

In der heute, Montag, gestarteten Kampagne werden Verbindungen zu Terrorismus und Drogenhandel thematisiert. Und die Verantwortlichen sparen nicht mit markanten Slogans. Kampagnen-Plakate beinhalten Texte wie "Terrorist Groups sell DVDs to raise funds".

Filmindustrie rechnet Verlust von 750 Mio. Euro vor

Die Kampagne bringt zahlreiche kriminelle Gruppierungen - wie Zuhälter, Drogen-Dealer und pädophile Organisationen - in Zusammenhang mit illegalen DVD-Verkäufen. In London seien es vermehrt chinesische Gangs, die illegale Immigranten zwingen würden, diese zu verkaufen. Die hohen Umsätze in Verbindung mit einem geringen Risiko, erwischt zu werden, würden diesen Geschäftsweg in die Höhe treiben.

Auf über 7.000 Plätzen würden in Großbritannien illegale DVDs verkauft werden, die der Filmindustrie im Jahr 2003 einen ungefähren Verlust von 750 Mio. Euro beschert haben soll. Prognosen gehen von einem Anstieg in den nächsten drei Jahren auf bis zu 1,5 Mrd. Euro aus. Nun rufen die Verantwortlichen in der Kampagne auf, vermehrt wieder die Filmindustrie durch den Kauf von regulären DVDs zu unterstützen.