Quartalszahlen künden vom Aufschwung
Die aktuellen Quartalszahlen aus der IT-Branche scheinen den Voraussagen Recht zu geben, die für dieses Jahr einen Aufschwung prophezeit haben:
Nachdem Intel am Dienstag eine Gewinnsteigerung von 89 Prozent verkünden konnte, zogen der zweite wichtige PC-Chiphersteller AMD und der größte Handychip-Produzent Texas Instruments am Mittwoch mit guten Zahlen nach, Apple gab sogar ein Rekordwachstum beim Gewinn bekannt.
Rund ums Silicon Valley mehren sich passend dazu schon die Zeichen für eine erneute Überhitzung der IT-Branche und eine Neuauflage der Dot.com-Ära.
Die Erinnerung an das Platzen der Internet-Blase ist allerdings noch zu jung, als dass alle Vorsichtsmaßnahmen über Bord geworfen würden. Die zunehmende Bedeutung von Statussymbolen, Aktienoptionen und Dot.com-Glamour zeigen aber deutlich, dass es der Branche wieder besser geht.
Intel steigert Gewinn um 89 Prozent
Apple verdreifacht Quartalsgewinn
Apple hat seinen Quartalsgewinn mehr als verdreifacht. Besonders Umsätze mit dem MP3-Player iPod und Laptop-Computern trugen zu dem Ergebnis bei.
Apple-Aktien schossen nachbörslich um mehr als sechs Prozent auf 28,30 USD in die Höhe, nachdem sie während des regulären Handels an der New Yorker NASDAQ gut ein Prozent verloren hatten.
Der Nettogewinn habe im zweiten Geschäftsquartal [per 27. März] 46 Millionen USD oder zwölf US-Cent je Aktie betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Im Vorjahreszeitraum hatte Apple einen Gewinn von 14 Millionen USD ausgewiesen. Der Umsatz stieg um 29 Prozent auf 1,91 Milliarden USD. Mit 807.000 Stück legte der iPod-Absatz um 909 Prozent zu.
IPod mini ist ausverkauft
AMD steigert Quartalsumsatz
Advanced Micro Devices [AMD] hat im ersten Quartal seinen Umsatz um 73 Prozent gesteigert und ist nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.
Der Gewinn habe im Quartal [per 28. März] 45,1 Millionen USD oder zwölf US-Cent je Aktie betragen, teilte AMD am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern einen Verlust von 146,4 Millionen USD ausgewiesen. Der Umsatz stieg von 714,6 auf 1,24 Milliarden USD.
Für das laufende zweite Quartal erwartet AMD eine "saisonal übliche Entwicklung" und in etwa stagnierende Umsätze. In dem Bereich Flash-Speicherkarten werde ein moderater Umsatzanstieg erwartet. Dagegen dürften Umsätze mit Chips für Personal-Computer überwiegend sinken, hieß es.
Von Reuters Research befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie von drei Cent erwartet. Die Schätzungen reichten von einem Verlust von sechs Cent je Aktie bis zu einem Gewinn je Aktie von zehn Cent. Im nachbörslichen Handel legten AMD-Aktien auf 17,50 USD zu.
Q4 2003: AMD wieder mit Gewinnen
TI mit kräftigem Gewinnanstieg
Texas Instruments, der weltgrößte Anbieter von Handychips, hat unterdessen im ersten Quartal 2004 dank seiner breiten Produktpalette und der starken Nachfrage einen drastischen Gewinnanstieg verbucht.
Das Unternehmen setzte in der Berichtszeit 2,9 Milliarden USD [2,4 Mrd Euro] um, das sind 34 Prozent mehr als im ersten Quartal 2003. Der Gewinn schoss auf 367 Millionen USD in die Höhe und erfüllte damit die Wall-Street-Erwartungen.
Texas Instruments erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz von 3,085 bis 3,325 Milliarden USD. Dabei dürften auf Halbleiter 2,65 bis 2,85 Milliarden USD entfallen. Der Gewinn soll 160 bis 180 Millionen USD erreichen. Texas Instruments geht für das Gesamtjahr von Forschungs- und Entwicklungsausgaben von 2,1 Milliarden USD und von Investitionen von 1,3 Milliarden USD aus.
