13.01.2004

MEHR PLATZ

Flache Fernseher werden größer

Die Unterhaltungselektronik wird immer mehr zur treibenden Kraft der High-Tech-Branche.

"Thin is in", hieß es auf der diesjährigen Messe für Unterhaltungselektronik in Las Vegas - die weiter fortschreitende Miniaturisierung der Chiptechnik ermöglicht immer flachere Geräte. Auch traditionelle PC-Hersteller wie Hewlett-Packard und Gateway drängen jetzt ins Geschäft mit bewegten Bildern.

Flach muss nicht unbedingt klein heißen. Samsung zeigte auf der Consumer Electronics Show [CES] einen Plasma-Fernseher mit einer Diagonalen von 80 Zoll - gut zwei Meter.

Die Markteinführung ist für Anfang nächsten Jahres geplant, zu Preisen im fünfstelligen Euro-Bereich. Bisher als gültig betrachtete technische Grenzen werden auch bei LCD-Bildschirmen gesprengt -ebenfalls von Samsung wurde auf der Messe ein LCD-Fernseher mit einer Bilddiagonalen von 57 Zoll [1,45 Meter] vorgestellt.

Integrierter Recorder

Sharp erweitert seine Aquos-Modellreihe um Geräte mit integriertem Recorder. Die Daten der aufgenommenen Fernsehfilme werden entweder auf einer externen Festplatte gespeichert - dazu gibt es einen PC-Karten-Slot - oder drahtlos zum PC geschickt. Dieses Gerät soll bis Ende März in den Handel kommen, wahlweise mit einem 15-Zoll-Bildschirm für 1.400 USD und als 20-Zöller [1.500 USD].

Neue Impulse von der Unterhaltungselektronik verspricht auch der Chip-Marktführer Intel. "Wir werden die Dynamik der PC-Revolution auf die Unterhaltungselektronik übertragen", sagte Intel-Präsident Paul Otellini. Diesem Bereich werde Intel in diesem Jahr ebenso viel Aufmerksamkeit widmen wie der Wireless-LAN-Technik für Notebooks im vergangenen Jahr.

Intel goes Unterhaltungselektronik

Dazu stellte Intel ein Modell für einen "Entertainment-PC" vor, der direkt an das Fernsehgerät angeschlossen und mit einer Fernbedienung gesteuert wird. Daten wie digitale Musik und Fotos sollen drahtlos anderen Geräten im Haus zur Verfügung gestellt werden. Intel erwartet eine Markteinführung der ersten Entertainment-PCs ab der Jahresmitte zu Preisen von weniger als 800 USD.