03.07.2003

3-G

Bundesregierung hofft auf UMTS-Impulse

Beachtliche Impulse für Volkswirtschaft und Arbeitsmarkt sieht die Regierung aus der Etablierung der neuen Mobilfunkgeneration UMTS erwachsen.

Durch die Einführung von UMTS werden im Zeitraum von 2002 bis 2007 Investitionen von drei Mrd. Euro erwartet. Zirka 2.500 Arbeitsplätze seien damit direkt verbunden, der indirekte "UMTS-Beschäftigungseffekt" wird im am Donnerstag vorgelegten "Wirtschaftsbericht 2003" der Bundesregierung bis zum Jahr 2007 mit 9.000 bis 15.000 Arbeitsplätzen in "mobilaffinen Bereichen" beziffert.

Ende April 2003 nahmen zwei der sechs UMTS-Mobilfunkanbieter - die mobilkom austria und Hutchison Austria ["3"] den Echtbetrieb auf.

Wachstumsdynamik verlangsamt

Verlangsamt hat sich zuletzt aber die Wachstumsdynamik: Die "Handy-Durchdringung" [Penetration] habe sich im Jahr 2002 konsolidiert, heißt es im Wirtschaftsbericht weiter. Lag die Penetrationsrate 2001 noch bei 83 Prozent, sank sie 2002 auf 82 Prozent.

Im EU-Vergleich ist das aber immer noch ein Spitzenwert. Der EU-Durchschnitt liegt bei 75 Prozent.

Seit der Telekom-Marktöffnung vor fünf Jahren habe der Wettbewerb die Preise im Festnetz um rund 60 Prozent fallen lassen, wird im Wirtschaftsbericht weiter hervorgehoben.

Der Festnetzmarkt blieb 2002 [wie schon 2001] in einer Konsolidierungsphase, wird erklärt. Trotz der schwierigen Lage im Festnetzsektor wurden im Vorjahr sieben neue Konzessionen erteilt.

94 Sprachtelefonie-Konzessionen

Seit der Marktöffnung wurden bis Ende des Vorjahres 94 Sprachtelefonie-Konzessionen und 88 Mietleitungskonzessionen erteilt. 44 sind wieder erloschen. Aktiv tätig waren Ende 2002 58 Betreiber im Festnetzbereich.