EVN-Tocher übernimmt Breitbandausbau
Die EVN-Tochter nökom hat den Zuschlag für den Breitband-Internet-Ausbau in Niederösterreich erhalten. Diese Entscheidung ist am Dienstag in der Sitzung der Landesregierung gefallen.
Das Land stellt für die Offensive 14,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Beim Breitband-Internet-Ausbau handle es sich um eine "wichtige infrastrukturpolitische Maßnahme", sagte Landeshauptmann Erwin Pröll [ÖVP]. Die Datenautobahnen im Land würden sich derzeit auf die Ballungszentren konzentrieren, insbesondere die Grenzregionen [Tschechien, Slowakei] seien noch nicht abgedeckt.
Die 1996 gegründete nökom steht mit je 50 Prozent im Eigentum des Landes Niederösterreich und der EVN.
nökom
Ein Jahr Zeit für den Ausbau
Pröll: "Wir wollen landesweit gleiche Chancen für alle Unternehmen und Gemeinden." Daher solle nun binnen Jahresfrist jede Kommune Anschluss ans Breitband-Internet finden können.
Mit den 14,5 Mio. Euro vom Land werden laut dem Landeshauptmann 45 Mio. Euro an Investitionen ausgelöst.
Pröll verwies auch darauf, dass Investitionen in die Breitbandtechnologie bis Ende 2004 steuerlich abgesetzt werden können. Das sei beim Bund durchgesetzt worden.
Mit der Offensive werde die internationale Konkurrenzfähigkeit des Landes deutlich erhöht, zeigte sich Pröll überzeugt. Ziel sei es, dass "noch mehr Konzerne Gefallen an Niederösterreich finden".
Reges Interesse
Mit der Schaffung der Rahmenbedingungen werde die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft sichergestellt. Hinsichtlich Breitband-Internet würden bereits jetzt 130 Anfragen von Betrieben aus 50 Gemeinden vorliegen, so Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann [ÖVP].
Breitband für das flache Land
