Jambas Musikshop lässt auf sich warten

pc & handy
17.07.2006

Technische Probleme und Unstimmigkeiten mit der Musikindustrie zögern den Start von Jambas Musik-Download-Flat-Rate hinaus.

Der Klingeltonanbieter Jamba, allseits bekannt durch seine unüberhörbar schrille Werbung, kämpft offenbar mit technischen Problemen beim Aufbau eines Handy-Musikshops.

Der weltweit größte Anbieter von Handy-Downloads bekomme die Technik seines Prestigeobjekts nicht in den Griff, berichtet die "Financial Times Deutschland".

Teile der Musikindustrie zeigten Jamba zudem die kalte Schulter. Sie befürchten, die deutsche Tochter des US-Konzerns VeriSign könnte einen Preiskampf auf dem Markt für Musik-Downloads anzetteln.

Starker Umsatzrückgang bei Klingeltönen

Jamba stehe unter Druck, sich neue Erlösquellen zu erschließen, da sich der einst stark wachsende Markt für Klingeltöne bereits abkühle. Nach Angaben von VeriSign brach Jambas Umsatz im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum vierten Quartal 2005 um 32 Prozent auf 77 Millionen US-Dollar ein.

Angst vor Preisdruck durch Jamba

Einige Musiklabels seien "verschnupft", weil Jamba angeblich mit aggressiven Preisen an den Markt gehen wolle. Branchenkreisen zufolge will Jamba ein Abo anbieten, mit dem Kunden die gesamte Musikbibliothek für zehn bis 15 Euro im Monat - oder noch günstiger - auf UMTS-Handys und PC nutzen können.

Die Konzerne zögerten, ihre Inhalte an einen mutmaßlichen "Billigheimer" zu geben, da sich das Abo-Modell für die großen Labels als lukrative Erlösquelle erwiesen habe.

"Einige Labels überlegen, lieber gar nicht mit Jamba zusammenzuarbeiten", zitiert die Zeitung einen Musikmanager.

(dpa)