Maschinen kommunizieren immer "mobiler"

GSM-Netz
16.05.2006

Während Handynutzer mehr und mehr auf 3G-Netze umsteigen, wird das "alte" GSM-Netz zunehmend von Maschinen genutzt.

Das schwedische Marktforschungsinstitut Berg Insight AB beziffert die Anzahl der nicht menschlichen Teilnehmer am Mobilfunk in Europa auf mittlerweile etwa fünf Millionen, bis 2009 soll die Zahl auf 25 Millionen ansteigen.

Bei Verbrauchsmessgeräten und im Fahrzeugsektor liege das größte Potenzial für GSM, so Analyst Tobias Ryberg. Es gebe etwa mehrere Projekte, bei denen eine halbe Million Stromzähler über mobile Netze abgelesen werden sollen.

Ein ähnliches Bild bietet sich im Fahrzeugsektor. So werden im deutschen Toll-Collect-System 500.000 Lkws mit einer GSM-GPS-Kombination überwacht.

Verkehrsüberwachung per GSM

Ryberg ist davon überzeugt, dass die Kombination von GPS und GSM künftig weit verbreitet zur Ermittlung einer fahrleistungsorientierten Kfz-Steuer und zur Überwachung von Geschwindigkeitsbeschränkungen eingesetzt werden wird. Zudem werden sich die "Pay as you drive"-Verträge stärker durchsetzen, so Berg Insight AB.

Darüber hinaus haben die Marktforscher weitere Wachstumsbereiche für die drahtlose Maschine-zu-Maschine-Kommunikation ausgemacht -beispielsweise im Einzelhandel und in der Sicherheitstechnik.

Die mobile Kommunikationstechnik werde aktuell schon in Alarmsystemen, Terminals für elektonische Bezahlsysteme, Parkplatzüberwachung sowie bei weiteren Fernabfragen und Monitoringsystemen auf breiter Front genutzt.

(pte.at)